Student Burger
Ingredients:
- Rinderhackfleisch (250 g)
- Schweinehackfleisch (250 g)
- Worcestershire-Sauce (1 EL)
- Sardellenfilets (2), optional aber empfohlen
- Salz (1 TL)
- Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- Burger-Kaesescheiben (4)
- Dijon-Senf
- Ketchup, nur ganz wenig
- Burgerbroetchen, Toa
Method:
Student Burger
Es gibt Gourmet-Burger, es gibt Smash Burger, und dann gibt es den Student Burger.
Das ist nicht der Burger, den man macht, wenn man einen Grillabend geplant, richtige Burgerbroetchen gekauft, Toppings vorbereitet und die Kueche vorher aufgeraeumt hat. Das ist der Burger, den man um zwei Uhr morgens macht, nach einer Party, waehrend einer Party, oder in diesem seltsamen Moment, in dem die Party ploetzlich in der Kueche gelandet ist und alle merken, dass sie unglaublich hungrig sind.
Die Folklore des Student Burgers ist einfach: Studenten haben fast nie richtiges Burgerbrot, wenn sie es brauchen. Vielleicht gibt es Toastbrot. Vielleicht ein Broetchen von gestern. Vielleicht ein Stueck Baguette, das inzwischen eher archaeologisch als essbar wirkt. Aber echte Burgerbroetchen? Fast nie. Genau das gehoert dazu. Der Student Burger handelt nicht von Perfektion. Er handelt von Hunger, Improvisation und davon, aus dem, was wirklich in der Kueche liegt, etwas erstaunlich Gutes zu machen.
Das Fleisch
Rinderhack und Schweinehack in einer Schuessel mischen. Das Rind bringt den klassischen Burgergeschmack, waehrend das Schwein den Patty saftig und verzeihend macht, selbst wenn man sich kurz ablenken laesst, weil jemand im Wohnzimmer laut mitsingt.
Worcestershire-Sauce, Salz, schwarzen Pfeffer und, wenn man mutig und klug ist, zwei zu einer Paste zerdrueckte Sardellenfilets dazugeben.
Die Sardellen sind die geheime Zutat. Sie lassen den Burger nicht nach Fisch schmecken. Sie verschwinden im Fleisch und machen alles tiefer, wuerziger und herzhafter. Wenn jemand fragt, warum der Burger so gut schmeckt, kann man die Wahrheit sagen oder einfach geheimnisvoll schauen.
Nur sanft mischen. Das Fleisch nicht wie Brotteig kneten. Auch um zwei Uhr morgens verdient Fleisch ein bisschen Respekt.
Patties formen
Die Masse in vier Kugeln teilen und jede sehr duenn druecken, etwa 1/2 cm dick. Sie sehen fast zu duenn aus, aber genau darum geht es. Ein duenner Patty gart schnell, braeunt wunderbar in der Pfanne und passt in jedes Brot, das die Nacht noch uebrig gelassen hat.
Braten
Eine schwere Pfanne richtig heiss werden lassen. Die Patties hineinlegen und etwa 2 Minuten in Ruhe lassen. Nicht druecken, nicht staendig bewegen und keine philosophische Diskussion darueber anfangen, ob das technisch gesehen ein Smash Burger ist.
Die Patties wenden und sofort je eine Scheibe Burgerkaese darauflegen. Noch 1 bis 2 Minuten braten, bis der Kaese schmilzt und der Burger wie die beste Entscheidung des Abends aussieht.
Zusammenbauen
Das Brot toasten, wenn es geht. Wenn nicht, ist es auch gut. Studentenkueche hat schon Schlimmeres ueberlebt.
Eine Seite des Brotes mit Dijon-Senf bestreichen. Auf die andere Seite nur ganz wenig Ketchup geben. Wirklich nur wenig. Dieser Burger will eine kleine suesse Note, kein Tomatenbad.
Den Patty mit dem geschmolzenen Kaese ins Brot legen und sofort essen.
Servieren
Salat ist nicht noetig. Tomate ist nicht noetig. Avocado wurde nicht eingeladen. Das ist ein schneller, heisser, leicht chaotischer Burger fuer hungrige Menschen um zwei Uhr morgens. Mit Chips, uebrigem Salat, Gewuerzgurken oder einfach mit gar nichts servieren.